Zivildienst im Ausland

Gesetzliche Grundlagen

Interessant ist vor allem die Zivildienstverordnung. Dort steht über Zivildiensteinsätze unter anderem:

  • Jedes Jahr muss mindestens 26 Tage Zivildienst geleistet werden (Art. 39a)
  • Falls die Rekrutenschule nicht abgeschlossen wurde, muss ein Langzeiteinsatz geleistet werden. (Art. 37)

Auslandseinsätze

Voraussetzungen für Zivildiensteinsätze im Ausland: (Art. 10)

  • abgeschlossene Berufsbildung
  • mindestens 2 Studienjahre
  • mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung
  • mind. 1-jähriger Auslandeinsatz im Zielland (o.ä.)

Dienstverschiebungsgesuch

Falls ein Einsatz im Ausland erst im nächsten Jahr oder noch später geplant ist, kann man die Verschiebung der gesetzlichen Dienstpflicht bis zum geplanten Einsatz beantragen.

Art. 46a1 Geplante Auslandeinsätze

Die Vollzugsstelle kann zivildienstpflichtigen Personen, die erst in einigen Jahren qualifizierte Auslandeinsätze leisten wollen, eine Dienstverschiebung von Amtes wegen längstens bis sechs Jahre vor Erreichen der Altersgrenze zur Entlassung aus der Zivildienstpflicht bewilligen.

SdP Zulassungsverfahren für Volontäre

Beschreibung des Zulassungsprozederes für Volontäre

Das Zulassungsverfahren für Zivildienstleistende richtet sich nach demjenigen der Volontäre:

  1. CV und Letter of Motivation an SdP
  2. Interviews mit Vorstandsmitgliedern
    • Vorstellung der Bewerber
    • Vorstellung der Stiftung in Ecuador
    • Evaluation der Sprachkenntnisse
    • Evaluation der Einsatzmöglichkeiten
    • Koordination Zivildienst
  3. Letter of Motivation und Vorstellung in Spanisch an Stiftungsleitung in Ecuador
  4. Entscheidung über Einsatz (SdP zusammen mit Stiftungsleitung Ecuador)
  5. Unterzeichnung der Einsatzvereinbarung

Gesuch um Verschiebung der Dienstpflicht

Sie können gemäss Art. 46 Abs. 3 Bst. cbis eine Einsatzvereinbarung einreichen für Ihre gesamten 150 Restdiensttage im 2012 mit einem Gesuch (Brief indem steht: Ich möchte meine gesamten Restdiensttage im 2012 leisten, zum Beispiel aus beruflichen Gründen.) Wenn der Einsatzbetrieb noch nicht bereit ist eine Einsatzvereinbarung zu unterzeichnen, würde eine verbindliche schriftliche Bestätigung des Einsatzbetriebes (am besten mit Angabe der Daten) auch genügen.